Mitarbeiterinnen prägen die Teewirtschaft
Laut einer Studie der International Labour Organization sind 50 % der Arbeitskräfte in der Teeproduktion Frauen (Studie der International Labour Organization). Diese Frauen sind in besonderem Maße von sozioökonomischen und kulturellen Herausforderungen betroffen.
Unsere Mitgliedsunternehmen sind sich dessen bewusst, benennen die Probleme klar und setzen alles daran, diese im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu lösen. Einer der noch zu lösenden Missstände: Für gleiche oder vergleichbare Arbeit erhalten Mitarbeiterinnen einen geringeren Lohn – in manchen Fällen nur 30 bis 50 % dessen, was Männer verdienen.
Ein großes Problem ist weiterhin auch Gewalt gegen Frauen. Frauen, die im Teeanbau arbeiten, sind nicht nur körperlichen und gesundheitlichen Risiken ausgesetzt, sondern auch verschiedenen Formen von sozialer und geschlechtsspezifischer Gewalt, die häufig im Zusammenhang mit patriarchalischen Strukturen und wirtschaftlichen Ungleichgewichten stehen. Unsere Mitglieder nehmen ihre Verantwortung ernst, einen positiven Einfluss auszuüben, auch wenn ihre Möglichkeiten leider begrenzt sind.
Viele Projekte deutscher Unternehmen versuchen die sozialen Bedingungen deshalb direkt und unbürokratisch zu verbessern und richten sich gezielt an Frauen und Mädchen. Eine generelle Verbesserung der Stellung von Frauen in den Ursprungsländern ist längst überfällig, lässt sich jedoch nicht allein durch die Teewirtschaft erreichen, da es sich oft um tief verwurzelte Probleme handelt, die nur im gesamtgesellschaftlichen Kontext und durch politische Maßnahmen gelöst werden können.