Bio als Entwicklungstreiber
Auch wenn der Großteil des hierzulande konsumierten Tees auf konventionelle Produkte entfällt, geben die Verbraucher mit steigender Nachfrage nach Bio die Richtung vor. Der Bio- Anteil unter den in Deutschland konsumierten Tees ist seit Jahren stetig gestiegen. In unserer breit angelegten Umfrage zum Nachhaltigkeitsengagement der deutschen Teebranche gaben zahlreiche Unternehmen an, dass die Steigerung des Bio-Anteils in vielen Unternehmen Teil der Geschäftsstrategie ist. Ein Großteil der Unternehmen kaufen schwerpunktmäßig Rohstoffe ein, die gemäß EU-Bio-Verordnung zertifiziert sind. Einzelne unserer Mitgliedsunternehmen beziehen allein Bio-Produkte. Hinzu kommt, dass viele Unternehmen ausschließlich nachhaltig produzierte Rohwaren verwenden, also solche, die von unabhängigen Nachhaltigkeitssiegeln wie etwa Rainforest Alliance, Fairtrade oder We Care nach ökologischen und sozialen Standards zertifiziert sind.
Was bedeutet Bio-Anbau?
Laut Bundeszentrum für Ernährung ist die Basis der biologischen Bewirtschaftung eines Betriebes das ganzheitliche Verständnis von Boden, Pflanzen, Tieren und Menschen als System. Landwirte sollen dieses System als Kreislauf bewirtschaften, so „dass möglichst wenig Nährstoffe und andere Hilfsmittel von außen zugeführt werden müssen und gleichzeitig die Fruchtbarkeit der Böden erhalten bleibt“. Sie setzen keinen Kunstdünger ein, also keine chemisch-synthetischen Stickstoffverbindungen. Sie düngen mit Mist, Gülle, Kompost und anderen organischen Düngemitteln. Es werden keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel eingesetzt, natürliche oder traditionelle Mittel sind jedoch erlaubt.
Vielfalt bewahren und fördern
Der Anteil an Biotees wächst und wächst. Das liegt auch daran, dass sich die deutschen Unternehmen in diesem Segment stark engagieren. Zwei Beispiele aus der Praxis: