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Weißer Tee:
Exklusives für Genießer

Hamburg, Mai 2004

Er gilt als edelste Tee-Sorte der Welt und trägt geheimnisvolle Namen wie "Weiße Pfingstrose", "Wassergeist" oder "Silbernadel". Die Rede ist vom Weißen Tee. Das edle Getränk ist zur Zeit in aller Munde, und das zu Recht:
 
Schon im 11. Jahrhundert vor Christus hatte das süßliebliche Aroma es den Kaisern Chinas angetan: die kostbaren Teeblätter galten als unverzichtbare Zutat für ein Elixier, das zur Unsterblichkeit verhelfen sollte. Mythen und Legenden zufolge soll weißer Tee lebensverlängernde Kräfte besitzen.
 
Aktuelle wissenschaftliche Studien untermauern die These der alten Chinesen. Das besondere ist der hohe Gehalt an Polyphenolen. Sie gehören zu den hochwirksamen Antioxidanzien, die freie Radikale unschädlich machen. Und: Ebenso wie grüner und schwarzer Tee wirkt auch der "Kaiser" anregend und fördert die Konzentration.
 
Da Koffein und Theophyllin im Tee auch purinartige Verbindungen sind, wird Patienten mit Hyperurikämie und Gicht häufig empfohlen, den Teekonsum einzuschränken oder gänzlich auf Tee zu verzichten. Dafür gibt es aber keinen Grund, denn Koffein und Theophyllin werden nicht zu Harnsäure abgebaut. Grund hierfür ist, dass die Substanzen und ihre Abbauprodukte wasserlöslich sind. Sie werden daher problemlos ausgeschieden und nicht zu Harnsäure abgebaut. Gichtkranke müssen also nicht befürchten, durch Tee ihren Harnsäurespiegel anzuheben. Sie können das anregende Getränk auch weiterhin ohne schlechtes Gewissen genießen.
 
Angebaut wird der weiße Tee in den hohen Bergregionen der chinesischen Provinz "Fujian". Das Geheimnis des weißen Tees liegt in der jahrhundertealten Tradition der Auswahl der Blätter bis hin zu deren Verarbeitung. Es werden nur die ungeöffneten Blattknospen des Teestrauchs gepflückt - und zwar einzeln per Hand. Für ein Kilo fertigen Tee sind rund 30.000 Knospen notwendig.
 
Den Knospen - genauer gesagt dem silbrigen, seidenartigen Flaum, der sie umgibt - verdankt weißer Tee auch seinen Namen. Auf großen Trockengestellen werden die Knospen bei schwachem Tageslicht luftgetrocknet. Danach kommen sie in große Körbe, werden kurz erhitzt und trocknen noch einmal an der Luft. Durch die besonders schonende Verarbeitung erhält der weiße Tee seine exklusive Note.
 
Da weißer Tee nicht bitter wird, können die Blätter in der Kanne bleiben - und sogar ein zweites Mal mit heißem Wasser aufgegossen werden.

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