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Deutscher Teemarkt 2012
Deutscher Teemarkt mit leichtem Wachstum auf Stabilitätskurs
Genuss mit hoher Qualität hat sich etabliert

Hamburg, Juni 2013

Tee ist beliebt: So konnte Deutschland auch in 2012 seine bedeutende Position im internationalen Teehandel behaupten und ein Wachstum verzeichnen. Insgesamt konsumierten die deutschen Verbraucher im vergangenen Jahr 18.960 t Tee, eine Steigerung um 2,5 % zum Vorjahr, davon 76,5 % Schwarzer Tee und 23,5 % Grüner Tee. Um gut 5% auf 56.431 t konnte Deutschland das Importvolumen im Vergleich zum Vorjahr steigern. Die Exporte (26.556 t) mussten ein leichtes Minus von knapp  2,4 % verzeichnen, sind aber weiterhin stabil.


Tee in deutschen Tassen

Tee hat sich als beliebtes Getränk und vor allem als Genussmittel bei den Deutschen fest etabliert. Insgesamt konsumierten die deutschen Verbraucher im vergangenen Jahr 18.960 t Tee, eine leichte Steigerung um 2,5 % (2011: 18.490 t), davon  76,5 % Schwarzer Tee und 23,5 % Grüner Tee. Das entspricht einem Pro-Kopf-Verbrauch von  etwa  27 Litern. Seit 2006 befindet sich der Tee-Konsum in Deutschland auf stetigem Wachstumskurs. Die Verteilung der Anteile zwischen Schwarzem und Grünem Tee blieb konstant. 

Dass Tee auf der Beliebtheitsskala der Deutschen hoch im Kurs steht, liegt an dem veränderten Bewusstsein der Verbraucher. „Genuss und Qualität steht immer mehr im Fokus. Zubereitungs- und Genussrituale machen Tee zu einem Lifestyle-Getränk für alle Generationen und Geschlechter“, so Jochen Spethmann, Vorsitzender des Deutschen Teeverband e.V. in Hamburg.

„Tee- und Teegenuss bedeutet auch Zeit zum Entspannen, die einen immer höheren Stellenwert in unserer schnelllebigen Gesellschaft bekommt.“ 

Vor allem entdecken zunehmend junge Verbraucher das Genussgetränk für sich. Aktuelle Marktforschungszahlen zeigen, dass 47 % der Teetrinker unter 50 Jahre alt sind. Die klassischen Teetrinker sind weiblich, aber immer mehr Männer erkennen die wohltuende Wirkung einer guten Tasse Tee zwischendurch.

In Deutschland werden Tees in weltweit herausragender Qualität veredelt und das mit einer großen Geschmacksvielfalt in ständig neuen Kreationen, die die Verbraucher anspricht und neue Zielgruppen erschließt. Schwarztee ist und bleibt der „Lieblingstee“ der deutschen Teegenießer: Fest etabliert seit Generationen in vielen Haushalten und das nicht nur in der Schwarztee-Hochburg Ostfriesland. 

Seit mehr als drei Jahrhunderten wird die „Teetied“ – die traditionelle ostfriesische Teezeit – mit viel Genuss und Muße zelebriert: drei Tassen Minimum bei jeder gemütlichen Zusammenkunft führen zu einem Konsum von 300 Litern pro Kopf und Jahr. Damit ist Ostfriesland weltweit die „Teetrinkernation“ Nummer eins noch vor Kuwait und Irland. 


Stabiler Teehandel  – Distributionswege kaum verändert

Die Distributionswege des Tees in Deutschland haben sich nicht wesentlich zum Vorjahr geändert. Der Anteil des Lebensmittel- einzelhandels und der Discounter konnte leicht gesteigert werden und liegt bei 53,9 % (52,8 % in 2011). Die Teefachgeschäfte haben einen Anteil von 18,5 % (20,3 % in 2011) am Markt und haben somit leicht eingebüßt. 

Die Gastronomie und Großverbraucher konnten ihren Anteil stabil bei 5 % halten (4,9 % in 2011). Die Kategorie „sonstige Vertriebsformen“, die zum Beispiel türkische Einzelhandelsgeschäfte einschließt, beansprucht 14,4 % des Marktes und konnte somit leicht zulegen (Vergleich 13,7 % in 2011). Der Absatz in der Industrie für die Herstellung von Tee-Extrakt blieb mit 4,3 % und der Direktversand mit 3,9 % stabil zum Vorjahr. Von den insgesamt 18.960 t Tee fanden 60 % als loser Tee und 40 % in Teebeuteln den Weg in die Tasse. 

Insgeamt wurden 1.630 t Bio-Tee verzehrt, wobei Schwarzer Tee (45 %) und Grüner Tee (55 %) sich in etwa die Waage hielten. 

 

Umschlagplatz des internationalen Teehandels gefestigt – Import auf Rekordhoch

Mit Einfuhren von 56.431 t in 2012 ist das Importvolumen von Tee um gut 5 % (im Vergleich: 53.768 t in 2011) gestiegen und befindet sich auf Rekordniveau, was unter anderem auf die Auflösung der Freihandelszone des Freihafens Hamburg zurück zu führen ist. Deutschland festigt damit seine Position als Umschlagplatz im internationalen Teehandel. Von den insgesamt 56.431 t Tee, die 2012 importiert wurden, verblieben  29.875 in Deutschland. 18.960 t wurden im Inland konsumiert, der restliche Tee dient der Vorratshaltung. 

Das deutsche Tee-Know-how in Veredelung hochwertiger Tees ist weltweit gefragt. Der Export (26.556 t) von Tee in die ganze Welt blieb mit einem leichten Minus von 2,4 % (im Vergleich: 27.196 t in 2011) stabil. 59 % der deutschen Gesamtexporte blieben in der EU, von denen unter anderem 19 % nach Frankreich, 13 % nach Großbritannien und Polen und 12 % in die Niederlande gingen. Größte deutsche Exportmärkte nach der EU blieben weiterhin die USA mit 20% und Russland mit 5%. 

In der Hafenstadt Hamburg, der Sitz des Deutschen Teeverbandes e.V. und zahlreicher Dienstleister rund um Tee, werden gut 70 % der Teeimporte abgewickelt. Ein weiterer wichtiger Einfuhrort ist Bremen mit seinem Seehafen Bremerhaven. 


Weltweite Teeproduktion weiter auf Wachstumskurs bei steigendem Eigenverbrauch 

Die weltweite Teeproduktion hat auch in 2012 ein weiteres Mal zulegen können: Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 4.681.979 t Tee produziert – gut 460.000 t (11 %) mehr als im Vorjahr (4.217.143 t). Mit knapp 3 Mio. t Tee stieg der Eigenverbrauch der Anbauländer in 2012 um 20 % (2,5 Mio. t in 2011), der Exportanteil sank auf 37 % (40,7% in 2011) und lag damit unter dem Exportanteil des Vorjahres. 

 

China und Indien größte Teeproduzenten

Der weltweit größte Teeproduzent ist und bleibt die VR China mit 1.915.000 t, die im Vergleich zum Vorjahr um knapp 18 % zulegen konnte. Mit 1.111.760 t Tee folgte Indien mit einem stabilen Ergebnis auf Platz zwei der wichtigsten Erzeugerländer. Auf den weiteren Plätzen: Kenia (369.562 t), Sri Lanka (326.278 t). Ein weiterer wichtiger Produzent ist Indonesien (130.500 t).

  

Weltexporte bleiben konstant – Kenia weltweit größter Tee-Exporteur

Kenia ist mit  346.776 t der weltweit größte Tee-Exporteur, der sein Exportvolumen zum Vorjahr um knapp 1.500 t minimal steigern konnte. Auf Platz zwei mit 321.790 t (322.581 t in 2011) hält die VR China ihre Exporte stabil. Sri Lanka erhöhte in 2012 seine Ausfuhren mit 319.947 t um 18.676 t (plus 6,2 %) und belegt somit Platz drei der Weltexporte. Der Exportanteil Indiens lag mit einem Plus von 10.000 t knapp 6 % über dem des Vorjahres. Indonesiens Exporte waren mit 71.000 t im Vergleich zum Vorjahr rückläufig (75.000 t in 2011). 

 

Tee für Deutschland – China bleibt Deutschlands Hauptlieferant

Bei den Gesamtimporten Deutschlands ist die VR China mit 11.021 t nach wie vor größter Lieferant. Mit 9.974 t Tee belegt Indien Platz zwei gefolgt von Sri Lanka mit 8.221 t.

 

Genuss ist Zukunft – Premium Qualität fürs In- und Ausland

„Das veränderte Lebensgefühl der Konsumenten lässt die deutsche Teeindustrie weiterhin zuversichtlich in die Zukunft blicken. Hohe Qualität gehört zu dem neuen Lifestyle dazu und das bietet deutscher Tee“, so Spethmann. „Tee ist trendy und Teegenuss wird immer häufiger auch außerhalb der heimischen vier Wände in Hotels, Bars und Teelounges zelebriert. Hochwertige Teespezialitäten und neue Produktkompositionen sind das Erfolgsrezept der deutschen Teebranche, an dem auch das Ausland interessiert ist, so dass wir auch stetig eine positive Exportentwicklung erwarten dürfen.“



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Weitere Informationen bei:
Deutscher Teeverband e.V.
Kyra Schaper, PR-Referentin
Sonninstr. 28, 20097 Hamburg
Tel.: 040/ 23 60 16 12
Fax: 040/ 23 60 16 10
e-mail: presse@teeverband.de

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