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Deutscher Teemarkt 2003:
Schwarzer Tee die unangefochtene Nummer Eins

Hamburg, August 2004

Tee bleibt nach Wasser das meistkonsumierte Getränk der Welt. Auch bei den deutschen Verbrauchern liegt das Genussmittel hoch im Kurs. Wie der Deutsche Teeverband mitteilt, lag der Gesamtkonsum von grünem und schwarzem Tee im vergangenen Jahr mit 18.697 Tonnen gegenüber 18.512 Tonnen knapp über Vorjahreshöhe. Somit bleibt dieser deutsche Teemarkt mit einem Prozent Wachstum in dem eher schwierigen Marktumfeld "Heißgetränke" auf hohem Niveau stabil.
 
Ausschlaggebend für diesen Erfolg ist vor allem die Vielseitigkeit des Produktes: Denn Tee bietet dem Verbraucher durch seine Sortenvielfalt individuelle Genusserlebnisse für jeden Geschmack und Anlass. Darüber hinaus wird ein gesunder Zusatznutzen der Lebensmittel immer wichtiger. Viele wollen nicht mehr nur genießen, sondern dabei bewusst etwas für Körper und Seele tun. "Gerade Tee bietet hier die optimalen Voraussetzungen. Zahlreiche Studien weisen schwarzem und grünem Tee positive Effekte auf die Gesundheit nach. Verbraucherumfragen bestätigen, dass auch gesundheitliche Aspekte beim Kauf dieser Tees eine wichtige Rolle spielen. Und: pur genossen hat Tee keine Kalorien", begründet Jochen Spethmann, Vorsitzender des Deutschen Teeverbandes, die gute Marktposition von Tee.
 
Laut Erhebungen des ifo-Instituts hat jeder Bundesbürger 2003 durchschnittlich 26 Liter Tee getrunken. Die Marktverteilung von schwarzem und grünem Tee hat sich in den beiden vergangenen Jahren stabilisiert: Schwarzer Tee ist dabei mit einem Anteil von 81,0 Prozent die unangefochtene Nummer Eins, Grüner Tee gewinnt einen Prozentpunkt hinzu und hält jetzt 19 Prozent Marktanteil. Die schnelle Variante zum losen Tee bleibt beliebt: Rund 40,0 Prozent Grüner und Schwarzer Tees kauft der Verbraucher in Aufgussbeuteln. Das Segment Biotee ist mit 2,1 Prozent Absatzanteil stabil.
 
Teefachgeschäfte bauen ihre Position aus
 
Der Teefachhandel konnte seine Position um ein Prozent ausbauen und liegt mit 17,2 Prozent nur knapp hinter den Discountern mit 17,4 Prozent. Der Verbraucher legt also zunehmend Wert auf fachkundige Beratung und Auswahl. Der Lebensmitteleinzelhandel ist mit 43,8 Prozent weiterhin der Spitzenreiter bei den Vertriebsformen. Gastronomie/Großverbraucher liegen mit 4,3 Prozent vor Direktversand mit 4,0 Prozent Marktanteil. 11,8 Prozent Marktanteil entfallen auf sonstige Vertriebsformen, wie zum Beispiel kleine Einzelhandelsgeschäfte, die keine Erhebungen durchführen.
 
Indien bleibt Hauptlieferant für den deutschen Markt
 
Hauptlieferant für den deutschen Teemarkt ist nach wie vor Indien mit einer Importmenge von 7.618 t. Das entspricht einem Anteil von rund 13,0 Prozent. Indonesien und China stehen jeweils mit 12,5 Prozent auf Platz zwei. Sri Lanka exportierte im vergangenen Jahr 5.542 t Tee nach Deutschland, was einem Anteil von 9,4 Prozent Tee entspricht, und steht somit an Platz drei. Afrika exportierte 3.756 t Tee nach Deutschland und belegt den vierten Platz des Importrankings. 15,0 Prozent der aus Afrika eingeführten Tees stammen übrigens aus Kenia. Diesen bedeutenden Anteil konnte Kenia in den vergangenen Jahren kontinuierlich halten.
 
Im Berichtszeitraum wurden insgesamt 59.205 t Tee, das sind 7.303 t mehr als im letzten Jahr, nach Deutschland importiert. Die Exportmenge stieg im gleichen Zeitraum um 681 t und liegt bei 25.419 t. Der Tee wird hierzulande veredelt und in EU-Länder wie Niederlande, Frankreich, Schweden und Österreich, aber auch in Drittländer wie die USA exportiert. Selbst die Teetrinkernation Großbritannien führt in Deutschland veredelte Tees ein. Somit ist Deutschland eine wichtige Drehscheibe für den internationalen Teehandel.
 
Teeweltproduktion weiter steigen
 
Der Trend zum Tee bestätigt sich auch international: Die weltweite Teeproduktion ist um 40.681 t auf 3.096.707 t Tee gestiegen. Hauptanbauland ist Indien mit einer Gesamtproduktion von 857.055 Tonnen. Davon gehen nur 165.000 t Tee in den Export, während der Rest im eigenen Land konsumiert wird. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt hier bei durchschnittlich 660 g Tee pro Jahr (Quelle: Annual Bulletin of Statistics, ITC London). Hauptexporteur von Tee ist Sri Lanka mit 291.891 t. Das entspricht einem Anteil von über 96,0 Prozent der ceylonesischen Teeproduktion. Auf Platz drei des Exportrankings folgt Kenia mit 268.801 t, was fast 92,0 Prozent der jährlichen Teeernte des afrikanischen Landes ausmacht.
 
Prognose 2004: Positive Tendenz setzt sich fort
 
Für das laufende Geschäftsjahr ist die deutsche Teewirtschaft nach Aussage von Jochen Spethmann optimistisch: "Tee hat sich im letzten Jahr in einem schwierigen Umfeld gut entwickelt. Jüngst durchgeführte Verbraucherumfragen bestätigen, dass Vielfalt, Geschmack und Bekömmlichkeit die ausschlaggebenden Anreize für den Griff ins Teeregal bieten. Die Verbraucher schätzen an Tee, dass er ein abwechslungsreiches Alltagsgetränk ist, das bei jeder Gelegenheit genossen werden kann." Auch die ersten Tea-Shops in Deutschland, die Tees in allen Variationen frisch aufgebrüht anbieten, sind ein Indiz für den Trend zum Tee. Tee als Heißgetränk hat nicht nur im Winter Hochsaison, sondern ist gerade auch im Sommer ein gesunder Durstlöscher. Dazu Spethmann: "Teetrinkernationen wie Sri Lanka, Tunesien oder Indien machen es vor und genießen heißen Tee als sommerliche Erfrischung bei hohen Temperaturen."


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Tel.: 040/ 23 60 16 12
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