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Deutscher Teemarkt 2002:
Teekonsum auf hohem Niveau stabil

Hamburg, Juni 2003

Eine gute Tasse Tee wissen die deutschen Verbraucher auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten zu schätzen. Wie der Deutsche Teeverband mitteilt, lag der Gesamtkonsum im vergangenen Jahr mit 18.512 Tonnen gegenüber 19.370 Tonnen annähernd auf Vorjahreshöhe. Nach Erhebungen des ifo-Instituts hat jeder Bundesbürger 2002 durchschnittlich 26,2 Liter Tee getrunken. Somit konnte der Tee im Gegensatz zu anderen Heißgetränken seine Position mit einem stabilen Ergebnis behaupten.
 
Bei Lebensmitteln stehen neben Gesundheitsaspekten gegenwärtig vor allem Genuss und Vielfalt hoch im Kurs. "Gerade Tee hat hier mit seiner ganzen Bandbreite an unterschiedlichen geographischen Herkünften, Zubereitungsarten und Geschmacksrichtungen viel zu bieten", begründet Jochen Spethmann, Vorsitzender des Deutschen Teeverbandes, die Popularität des klassischen Getränks. Darüber hinaus bleibt Wellness ein wichtiges Thema. Auch hier kann der Verbraucher am Teeregal aus dem Vollen schöpfen und sich von immer neuen Varietäten - wie z. B. Tees mit exotischen Aromen oder Mischungen mit aromatischen Kräutern - inspirieren lassen.
 
Unangefochten auf Platz eins in der Verbrauchergunst bleibt der Schwarze Tee mit einem Marktanteil von 82 Prozent. Grüntee hat das dynamische Wachstum der letzten Jahre nicht fortgesetzt, sich jedoch mit 18 Prozent - dies entspricht dem Vorjahresergebnis - eine feste Fangemeinde erobert. Rund 40 Prozent aller Tees werden im Aufgussbeutel verkauft.
 
Fachgeschäfte halten Position
 
Der klassische Lebensmitteleinzelhandel steht bei den Vertriebsformen weiterhin an erster Stelle. So konnte diese Vertriebsschiene nach Erhebungen des Teeverbandes ihren Anteil um 1,0 Prozentpunkte ausbauen und bleibt mit 44,0 Prozent die wichtigste Einkaufsquelle. Die Discounter halten mit 17,2 Prozent den zweiten Platz. Danach folgt mit 16,2 Prozent bereits der Teefachhandel mit weitem Abstand vor Direktversand (4,6 Prozent) und Gastronomie/Großverbraucher (4,4 Prozent). Dies belegt, dass der Verbraucher Tee nicht im Vorbeigehen kauft, sondern viel Wert auf fachkundige Beratung und breite Auswahl legt. 11,9 Prozent Marktanteil entfallen auf sonstige Vertriebsformen.
 
Wachsende internationale Bedeutung
 
Deutschland spielt nicht nur als Absatzmarkt für hochwertigen Tee international eine wichtige Rolle. Die deutschen Teefirmen gewinnen auch als Veredler der Ware immer mehr an Bedeutung. Der Warenaustausch konnte im vergangenen Jahr deutlich erhöht werden - der Export legte um 2.400 Tonnen auf 24.738 Tonnen zu, die Importmenge wuchs um 7.500 Tonnen auf 51.902 Tonnen.
 
Hauptlieferant für den deutschen Markt bleibt Indien mit einem Anteil von 14 Prozent. Indonesien und China sind mit jeweils 12,5 Prozent auf Platz zwei vorgerückt, gefolgt von Sri Lanka. Seit kurzem haben auch kenianische Tees das Interesse im deutschen Markt geweckt.
 
Weltweit besteht ein Trend zum Tee: Die globale Teeproduktion ist um 9.773 Tonnen gestiegen und erreicht damit ein Gesamtvolumen von 3,02 Mio Tonnen. Damit bleibt Tee das meistkonsumierte Getränk nach Wasser.
 
Hauptanbauland ist Indien mit einer Gesamtproduktion von 826.165 Tonnen. Davon werden 77 Prozent im eigenen Land konsumiert, nur 190.000 Tonnen gehen in den internationalen Markt. Mit diesem Volumen steht Indien auf Platz 4 des Export-Rankings. Größter Exporteur ist Sri Lanka mit 285.985 Tonnen, gefolgt von Kenia mit 267.721 Tonnen.
 
Positive Konsumsignale für 2003
 
Für das laufende Geschäftsjahr ist die deutsche Teewirtschaft optimistisch. "Es gab positive Konsumsignale im ersten Quartal, und wir hoffen, dass sich diese Tendenz zu einem leichten Wachstum fortsetzt", fasst Jochen Spethmann die Erwartungen zusammen. Zusätzliche Schützenhilfe könnte hier von der Wissenschaft kommen. Immer mehr Studien beschäftigen sich mit der gesundheitlichen Wirkung von Tee. So bestätigte jüngst eine Veröffentlichung der renommierten Harvard Medical School die immunsystemunterstützende Wirkung des Tees. Verantwortlich hierfür ist eine Gruppe von Substanzen, die sogenannten Alkylamine. Diese wirken als Signalstoffe für das menschliche Immunsystem: Krankheitserreger können frühzeitig erkannt und das Abwehrsystem mobilisiert werden. Die Studienergebnisse belegen erneut, dass in Tee mehr als der reine Genuss steckt. Für Jochen Spethmann keine Überraschung: "Tee gehört in den asiatischen Ländern seit Jahrtausenden zum ,Lifestyle' - und es ist ja bekannt, dass wir von der Weisheit dieser Kulturen viel lernen können".


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Tel.: 040/ 23 60 16 12
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